Grundlagen & Philosophie

Wenn Sie sich mit geschlossenen Augen hinstellen, die Füße zusammennehmen und die Arme locker hängen lassen, spüren Sie es: Unser Körper steht nicht einfach still, sondern schwingt in einer unablässigen, leichten Bewegung, um die Schwerkraft auszugleichen. Genauso balancieren wir uns auch in anderer Hinsicht ständig neu aus; zum Beispiel über unseren Stoffwechsel, die Dinge, die wir essen und verdauen, aber auch in Bezug auf unsere Umwelt; auf das Wetter oder auf die Menschen, mit denen wir in nahem Kontakt sind.

Anna Jacobsen, Heilpraktikerin in Köln Nippes

Wenn diese Fähigkeit zum Ausgleich behindert wird, kann das zu Schmerzen führen. Bewegungen „gehen nicht mehr“, und zugleich fühlen wir uns auch emotional unbeweglicher: Körperliche Einschränkungen können Ängste auslösen; Angst schränkt wiederum die Bewegungsfreiheit ein. Andererseits drückt sich unerkannte seelische Bedrängnis oft in körperlichen Beschwerden aus – da diese zunächst unerklärlich sind, verstärken sie noch die innere Not.

In diesem Spannungsfeld wendet sich die Osteopathie den Strukturen des Körpers zu und sucht hier nach den Ursachen. Die Ursprünge körperlicher Beschwerden liegen oft weit in der Vergangenheit. Alte Unfällen oder Operationen, ungelöste Erlebnisse im Kindesalter oder Ereignisse während der Schwangerschaft können Auswirkungen bis zum heutigen Augenblick haben. Und sogar vorgeburtliche Ereignisse sind in unserem Körpergedächtnis archiviert. Wenn sich solche Einschränkungen und Blockaden lösen lassen, finden wir eine neue Balance – körperlich wie seelisch.